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Örebro Konserthus
Fabriksgatan 2, Örebro
Opens one hour before the concert
Logotyp: Örebrompaniet
TICKETS
019-21 21 21, ticnet.se
SUBSCRIPTIONS
+46 (0)19-766 62 02
abonnent@orebrokonserthus.com
Phone hours: M 10-12, W 14-16
(Closed for Christmas &
New Years Dec 23-Jan 3.)

THE SALZBURGER NACHRICHTEN REVIEWS SALZBURG FESTIVAL CONCERT

Publicerad: 30 August 2010
The local Salzburg paper describes Nina Stemme's Berlioz performance as "sensitive, shimmering and transparent" and enjoys the "clarity and lucid sound" of the orchestra performing Schumann's Zwickau Symphony.
So ein Musikerleben kann ganz schön anstrengend sein. Die Mitgliedern des Swedish Chamber Orchestra haben gerade vor wenigen Tagen bei den Proms in der Londoner Royal Albert Hall einen schönen Erfolg erzielt, die Anreise über einen Großteil der Nacht bis nach Salzburg forderte die Kondition. Wenig davon war dann beim Festspieldebüt am Samstag im Haus für Mozart zu spüren, alle saßen höchst konzentriert auf dem Posten.
Das sympathische Völkchen aus dem mittelschwedischen Örebro hatte ein lukullisches Programm einstudiert mit Schumann, Berlioz und Beethoven, ein Erfolgsrezept bei den Proms. Vom Konzertchef der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, wurde ein weiteres Werk hineinreklamiert, wie der Dirigent, Thomas Dausgaard, in einem SN-Gespräch im Vorfeld gestand. Wenn aber schon eine Wagner-„Isolde“ wie Nina Stemme zur Verfügung steht, dürfen Wagners „Wesendonck-Lieder“ ruhig ins Zentrum rücken. Um es vorwegzunehmen: Der Auftritt gestaltete sich zu einem bejubelten Publikumserfolg, Zugaben, allseits glückliche Gesichter.

Bei genauerer Betrachtung muss man allerdings Einschränkungen machen. Die eigentliche Entdeckung war zum Auftakt die Fragment gebliebene „Zwickauer Symphonie“ des erst 21-jährigen Robert Schumann, ein einsätziges Werk von blitzender jugendlicher Unbekümmertheit und kühnen Ideen in fantasievoller Themenverarbeitung und Instrumentation. Da war das Swedish Chamber Orchester, mit dem der Däne Thomas Dausgaard auf kammermusikalische Klarheit und ein lichtvolles Klangbild hinarbeitet, in seinem Element. Nicht allen Werken kommt allerdings diese diätbewusste Musizierhaltung zugute.

Beim trauertrunkenen Orchesterlieder-Zyklus „Les Nuits d’été“ von Hector Berlioz verzichtete man auf das schwere Parfüm, das der französischen Romantik mitunter anhängt, und begleitete Nina Stemme sensibel und flirrend transparent. Wagners liebesschwüle „Wesendonck-Lieder“ dagegen hätten durchaus mehr Kalorien vertragen und vor allem Sinnlichkeit, die sich bei der warm-dunklen, vollen Stimme von Nina Stemme anbot. Da wurde sie alleingelassen. Bei Beethovens 7. Symphonie rächte sich das asketisch-athletische Klangideal, trotz aller sportiven Virtuosität wäre dem Werk ein weicherer, lockerer Zugriff gut bekommen.

Ernst Ströbl, Salzburger Nachrichten, 30 August 2010

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