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Das 1995 gegründete Ensemble begann in der Basilika von Kloster Eberbach mit der Rekonstruktion von Schumanns „Zwickauer“ Sinfonie in g-Moll, in der Schumann versuchte, sich vom allmächtigen Schatten van Beethovens zu lösen. In der von Berlioz selbst instrumentierten Orchesterfassung des Liederzyklus’ „Les nuits d’été“ op. 7 nach Texten Théophile Gautiers zeigt sich Berlioz als Lyriker. Die sechs thematisch nicht gebundenen Lieder führen in das Reich der Romantik, spiegeln Freude, Trauer und unerfüllte Sehnsucht in meisterlichem Einfühlungsvermögen wider.
In der schwedischen Sopranistin Nina Stemme hatte man eine ideale Interpretin für den Zyklus gefunden - mit wunderschön ausgewogener, in allen Lagen gleich geschmeidiger Stimmführung erhielt die wechselnde Stimmungsszenerie mit dem Timbre eines Mezzosoprans in exzellenter Diktion packendes Format. In Schumanns zweiter Sinfonie in C-Dur op. 61 unterstrich das schwedische Orchester wie schon vorher bei der Gestaltung der „Zwickauer“ Sinfonie unter der energisch zupackenden, plastisch nachzeichnenden Leitung von Thomas Dausgaard seinen Elitestatus nachdrücklich.
Wiesbadener Kurier, 21 August 2010







